Blinzel, blinzel…. Ein Blick auf die Uhr: 06:30 Uhr. Ohhh, ich will nicht aufstehen, aber was muss das muss. Heute liegen 32 Seemeilen vor uns und wir müssen vorher noch ausklarieren. Bevor man ein Land mit dem Segelboot verlässt muss man sich beim Zoll abmelden. An der Tür stand, dass die Damen und Herren um neun Uhr ihren Dienst beginnen. Aber wir sind in Thailand, und manchmal stimmen die Zeiten nicht so ganz. Also können wir erst um zehn Uhr ausklarieren. War aber nicht schlimm mit der Verzögerung. Ich hatte mir nämlich am Strand so richtig nett den Fuß aufgeschnitten:

Cut
Da wir schon vorher zweimal zurück zum Boot mussten, weil wir div. Dinge vergessen hatten, hatte ich nicht schon wieder Lust zruück zu düsen, nur um mir Verbandszeug und Jod zu holen. Also marsch marsch bzw. humpel humpel in die Apotheke. Jod, Mull und Bandage kosten insgesamt nicht einmal einen Euro. Der Sprit zum Boot wäre wahrscheinlich teurer gewesen. Das Ausklarieren war ganz einfach, ein nettes Australisches Pärchen war zum einklarieren da. Wir haben ein wenig geklönt und sind dann zum Boot. Haben unser Dinghi aufs Vordeck gepackt, die Badeplattform hoch geklappt und sind Anker auf gegangen.. Da in Ao Chalong der Grund voll Schlick ist, war der Anker entsprechend schmutzig. Wir haben ihn mit Salzwasser abgewaschen und als ich dann zum Heck gegangen bin um Süßwasser zu holen ist es passiert!!! Gestolpert, mir ist nichts passiert, aber das Fenster über dem Navitisch war nicht zu und so hat unser Notebook eine Wasserdusche abbekommen. Ob er noch funktioniert!? Keine Ahnung, erstmal haben wir ihn den ganzen Tag in die Sonne gelegt. Auf jeden Fall war unser Navigationsprogramm auf dem Laptop… blöd – wirklich blöd. Also haben wir heute sehr traditionell mit Karte navigiert – macht eh mehr Spaß! So richtig mit Dreieck, Zirkel, Bleistift und Lineal. Sollte man so oder so immer machen – sollte man.
Auch heute hatten wir wieder sehr viel Sonne und null Wind. Ist uns aber immer noch egal! Wir genießen es auf dem Boot zu sein, es schaukelt, das Wasser rauscht am Rumpf, die Sonne brennt uns auf die Pelle und Skipper schnarcht. Nirgendwo schläft es sich besser, als auf Frauchens Beinen.

Kuschelkurs bei 35°C im Schatten
Ron hat sich ebenfalls in die Koje gelegt. Ich halte die Stellung und bin später dran mit schlafen. Gegen vier Uhr haben wir uns eine Mooring auf Koh Phi Phi Lee geschnappt. Wir liegen hier in der Maya Bay. Hier wurde der Film „The Beach“ mit Leonardo Di Caprio gedreht. Und es ist wirklich herrlich hier! Aber schaut selbst:

kleines Paradies

The Beach

Longtailboot mit Gaesten
Die Koh Phi Phi Inseln gehören zu einem Nationalpark, der ca. 390 km² groß ist. Das Wasser ist herrlich klar. Die Felsformationen, die aus dem Wasser ragen sind sehr schön anzusehen. Obwohl den ganzen Tag über Trubel herrscht und viele Touristen mit Schnellbooten, Longtailbooten und Fähren gebracht werden, ist nur wenig Müll auf den Inseln. Wir haben Glück. Sind unser eigener Herr und bleiben über Nacht. Mit drei anderen Segelbooten und einem Kat gehört die Insel uns.
Wir sind viel geschwommen und geschnorchelt, dann gab es Abendessen und jetzt gehen wir schlafen. Ausnahmsweise mal vor zehn Uhr! Übrigens Gewittert es grade ein wenig…. Die Vorfreude morgen aufzustehen und vor dieser Naturkulisse frische Wassermelone zu frühstücken ist riesig!
Bis morgen