… Koh Phetra, eine Insel in einem Marine National Park ist nur fünf Seemeilen entfernt. Dort soll es eine große Vielfalt an Vögeln geben.
Als wir ankommen, sind wir ganz angetan von der Insel. Sie hat zwar so nicht viel zu bieten, aber diese Felsformationen waren wirklich sehr schön anzuschauen. Und wir haben in ganz Thailand noch nicht so viele unterschiedliche Vögel auf einmal gesehen.

Koh Phetra

Steilwand auf Koh PhetKoh Phetra
Kinder die auf dieser Insel Stubenarrest ausgesprochen bekommen landen hier:

Stubenarrest
Wir entschliessen uns mit dem Dinghi auf Entdeckungstour zu gehen und im Anschluss möchten wir mit Skipper (westlicher Ausländerhund – Faranghund) an den Strand:

Faranghund
Als wir mit dem Beiboot aufbrechen, kommt ein Speedboot auf uns zugefahren. Eine junge Thailänderin fragt uns wo wir hin möchten. Wir erklären ihr, dass wir ein wenig um die Insel herum fahren. Mit auf dem Boot sind fünf oder sechs Thaimänner. Ron und mir kam die Aktion ein wenig seltsam vor, komisch ist auch, dass am Strand eine große “Lagerhalle” steht. Ron meint: Schmuggler. Egal, der Anblick der Natur lässt uns die Sache schnell wieder vergessen. Außerdem amüsieren wir uns, dass auf einem 1 km langen Strandabschnitt ca. 20 Tsunamiwarnschilder stehen. Wahrscheinlich bekam damals jede Insel xy Schilder pro qkm Fläche, die dann aufgestellt werden mussten. Die Insel ist groß, aber Fläche zum aufstellen gibt es nicht wirklich.
Ron und ich haben Hunger. Komm wir fahren mal an den Strand zu den Häuschen und fragen ob sie Fisch für uns haben.
Ron: “Das gibts ja nicht, die haben ein Restaurant hier.”
Die Inselbewohner schauen uns an, sind ein wenig belustigt. Wir geben mit Händen und Füßen zu verstehen das wir gerne etwas Essen möchten bzw. fragen mit Bildern die wir in den Sand malen ob sie Fisch verkaufen. Sie lachen, stellen uns Reis und Rührei auf den Tisch sowie zwei Krüge mit Wasser:

Prost

Unser Abendmahl
Aus dieser Küche kam das lecker Essen, es hat wirklich gut geschmeckt!

Küche und PampersbomberKüche
In Thailand darf man nicht genauer hinschauen wo das Essen herkommt
.
Als wir Essen, kommt ein junger Thailänder auf unseren Tisch zu. Er telefoniert. Das einzige Thailändsiche Wort was ich verstehe ist Farang. Ok, er telefoniert mit jemandem und spricht über uns. Komisch, komisch. Eine Minute später drückt er Ron sein Handy in die Hand. Der Antwortet auf English: “Tut mir Leid, dass wusste ich nicht.” Ich befürchte schon, dass wir unser leckeres Abendessen gleich abbrechen müssen und schieb mir noch schnell einen riesigen Löffel Rührei in den Mund. Nachdem Ron aufgelegt hat, kommt raus, dass wir die Insel gar nicht betreten dürfen wegen den Vögeln und Vogelnestern usw. Da passt es ja gut, dass wir auch gleich unseren ungestümen Hund mitgebracht haben
. Wir lachen, in Thailand ist es üblich zu lachen wenn einem Mißgeschicke passieren. Die Thais lachen mit, geben uns zu verstehen das wir in Ruhe aufessen sollen. Wir möchten bezahlen. Sie winken ab. Wir legen ein paar Baht unter den Wasserbecher. Ein Thai gibt es uns zurück. Anscheinend dürfen sie nichts an Geld annehmen. Ein wenig unangenehm ist uns das jetzt schon. Eine Insel betreten, die wir nicht betreten dürfen, noch dazu mit Hund und dann lecker Essen ohne eine Gegenleistung erbringen zu können. Wir verabschieden uns. Bedanken uns überschwenglich. Sie lachen, wir auch. Auf direktem Wege verlassen wir die Insel. Auf zur ROMONE:

Romone
Auf der ROMONE schlagen wir noch ein mal in allen Büchern Koh Phetra nach. Nirgends steht geschrieben, dass man die Insel nicht betreten darf. Naja, wir haben keinen großen Schaden angerichtet. Und die Bewohner hatten mal ein wenig Abwechslung.
Morgen gehts aber nach Koh Rok Nok!
Tschüssi
die drei Trampeltierchen