Ankunft Simone

By Ron, 27. Juli 2010 23:59

Heute morgen habe ich erstmal Motorölwechsel gemacht, der war schon mehr als überfällig. Ist mir gar nicht aufgefallen. Eigentlich sollte man den nach 200 Betriebsstunden machen. Gemacht hab ich ihn jetzt nach 288 Stunden. Ich hab zum Glück direkt am Motor eine Pumpe installiert. Damit kann ich das alte Öl absaugen, dann den alten Filter abschrauben, den neuen Filter anschrauben. Neues Öl bis zur May Makierung einfüllen, Motor starten, ca. 1 Minute laufen lassen, damit sich der Filter mit Öl füllt. Dann Motor aus machen, 5 Minuten warten, damit das Öl in die Ölwanne zurücktropfen kann, Öl kontrollieren und bis zur Max Makierung auffüllen. Fertig ist der Ölwechsel.

Anschließend habe ich die Romone etwas aufgeklart, wenn Männer alleine unterwegs sind, dann sieht das meistens nicht immer alles so ordentlich aus Icon Wink in . Dann noch saubergemacht, Bett neu bezogen, mit Skipper gespielt und dann auf Simone gewartet.

Eigentlich sollte sie um 21:50 Uhr hier in Miri landen, aber der Flieger von AirAsia hatte 1 Stunde Verspätung. Ich bin dann mit Simon, er ist illegaler Taxifahrer :wink:  (er hat keine Lizenz) um 22:30 Uhr zum Flughafen gefahren und um 23:30 kam sie dann endlich nach 3,5 Wochen durch die Tür. Danach gings dann mit Simon zurück zum Boot und wir sind auch relativ schnell ins Bett gegangen. Nach einem fast 33 Stunden Trip war Simone doch ganz schön geschafft.

Regatta zweites Rennen

By Ron, 26. Juli 2010 20:14

Um 10 Uhr sollte Start für die längste Passage des Rennens sein. 105 Seemeilen. Die Romone würde bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 5 Knoten ca. 21 Stunden brauchen. Das war einer der Gründe, weshalb ich das Rennen nicht mitgemacht habe. Ich wäre über 21 Stunden auf den Beinen gewesen und eventuell nur mit einem halben Autopiloten, da der noch nicht richtig getestet ist. Aus diesem Grund mußte ich leider zusehen, wie ein Boot nach dem anderen die Marina verlassen hat. Vorher habe ich mich noch von einigen verabschiedet und es kann sein, das ich sie erst mal nicht wieder sehe.

Als dann fast alle Boote ausgelaufen waren, habe ich schnell unser Dinghi startklar gemacht und bin mit Kamera und Skipper rausgefahren. Daußen waren bestimmt 2-3 Meter Schwell und die Boote waren ordentlich am schaukeln. Hier die Bilder

 

Help in

Wellental in

Im Wellental bei der Regatta

Help in

Wellenberg in

Auf dem Wellenberg

Help in

Ein-Teil-des-Regatta-Feldes-Borneo-International-Yachting-Challenge-2010 in

Ein Teil des Regatta-Feldes Borneo International Yachting Challenge 2010

Help in

Racer-Klasse-kurz-vor-dem-Start in

Racer-Klasse kurz vor dem Start

Help in

Start-Cruiser-A in

Help in

SY-Cloudy-Bay-hinter-einer-gro En-Welle in

SY Cloudy Bay hinter einer großen Welle

Help in

SY-Cloudy-Bay-in-der-Regatta in

SY Cloudy Bay in der Regatta mit Pick und John


Regatta erstes Rennen

By Ron, 25. Juli 2010 23:11

Um 7:30 sind wir aus der Marina mit der SY Cloudy Bay abgelegt. Warum so früh? Das Problem hier sind die Gezeiten, bei Niedrigwasser kommt man nicht mehr zurück in die Marina. Das Rennen mußte also bis ca. 14 Uhr beendet sein, damit wir wieder zurück in die Marina können. Um 9 Uhr sollte dann Start der ersten Klasse sein. Das hat sich aber verschoben, da der Wind drehte und die Regatta Bahnen neu ausgelegt werden mußten. Um 9:45 Uhr war es dann soweit, die Rennboote hatten ihren Start, danach kam die Cruiser-Klasse A und danach die Cruiser-Klasse B, in der Cloudy Bay war. Wir hatten eine ganz gute Position in Luv von allen anderen Booten, allerdings sind wir ungefähr erst 5 Minuten später über die Start-Linien gefahren. Ich war am Steuer und John und Pick haben die Segel bedient. So eine Segelyacht bewegt sich eben nicht so schnell, wie ein 470er, auf dem ich früher Regatta gesegelt bin. Das nächste Problem war, das keiner von uns so genau wußte, zu welcher Boje eigentlich gesegelt werden sollte. Jede Klasse hatte einen eigenen Kurs und zum Teil unterschiedliche Bojen. Das war etwas verwirrend. Wir sind zuerst anderen Booten hinter her gefahren, von denen wir wußten, das sie in unserer Klasse waren, aber die haben wir nach und nach überholt. Als wir dann nicht mehr weiterwußten, habe ich die Regattaleitung angefunkt und nach dem Kurs gefragt Icon Redface in . War schon ein bißchen peinlich in dem Moment, aber hinterher hat sich rausgestellt, das die anderen auch nicht bescheid wußten Icon Mrgreen in .   Nachdem wir nun unseren Kurs genau wußten, haben wir leider bemerkt, das wir eine viel zu große Runde gesegelt sind. Die Runde die wir gesegelt sind war für die Racer-Klasse und Cruiser-Klasse A bestimmt. Wir waren aber Cruiser B und unser Kurs war viel kürzer. Wir haben das Rennen dann beendet und uns schon etwas geärgert. Aber Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Nach dem Rennen ging es dann zurück zur Marina.

Abend hatten wir dann ein Gala-Dinner mit Preisvergabe des ersten Rennens. Am Regattabüro hing die Liste mit den Platzierungen der Boote und wir waren total überrascht, das wir trotz unserer viel zu großen Runde noch Platz 3 gemacht hatten. Danach haben wir uns allerdings nochmal geärgert, denn wenn wir den richtigen Kurs gefahren wären, dann hätten wir bestimmt gewonnen.

Naja, das Essen war sehr lecker, wir hatten viel Spaß und waren stolz wie Oskar, als uns der Preis übergeben wurde.

Help in

Dinner-Borneo-International-Yachting-Challange-2010 in

Dinner Borneo International Yachting Challange 2010

Help in

Taenzer-Borneo-International-Yachting-Challange-2010 in

Taenzer Borneo International Yachting Challange 2010

Help in

Winning-team-Cloudy-Bay in

Gewinnerteam SY Cloudy Bay 3.Platz Ron, Pick und John

Registration für die Regatta

By Ron, 24. Juli 2010 22:31

Heute morgen gings dann mit einem Shuttle-Bus zur  Registrierung für die Regatta. Es wurden alle Daten vom Boot abgefragt und dann ein Handycap (durch die Handycaps der einzelnen Boote, werden die unterschiedlichen Bootstypen vergleichbar) festgelegt. Da das ganze aber eine Spaßregatta ist, sah man dan mit den Maßen nicht ganz so eng. Ich bekam eingentlich ein ganz gutes Handycap, glaube ich Icon Biggrin in .

Nachmittags habe ich dann den Motor vom Autopiloten abgeholt und ihn wieder eingebaut. Zur Zeit funktioniert er, aber bei längerer Extrembelastung wird der Motor immer noch warm. Mal sehen, wie es auf See ist. Ich habe mich jetzt aber entschlossen doch nicht an der Regatta teilzunehmen, da die Strecke von 105 Seemeilen bis nach Labuan sehr lang ist. Und vor Allendingen, wenn mir wieder der Autopilot ausfällt. Na ja, ich werde aber morgen mit John und Pick auf der SY Cloudy Bay das erste Rennen hier vor der Marina mitfahren. Die Boote kommen dann nach dem Rennen wieder in die Marina zurück.

Um 17:00 Uhr war dann Captains-Meeting und es wurden einige Regeln und Besonderheiten der Regatta und auch der Strecke nach Labuan und weiter nach Kota Kinabalu erklärt. Danach gings zurück zum Boot, etwas frisch machen, mit Skipper spielen und ihn füttern und dann um 19:00 Uhr hatten wir ein tolles Abendessen in einem Seafood-Restaurant. Wir hatten mal wieder viel Spaß und ich habe Aideen und Peter von der SY Petima kennengelernt. Sie betreiben zur Zeit ein kleines Charterunternehmen in Brunei.

Help in

Dinner-im-Seafood-Restaurant in

Abendessen im Seafood-Restaurant

Der Autopilot

By Ron, 23. Juli 2010 22:27

Heute morgen habe ich zuerst hallo zu Pick und John von SY Cloudy Bay gesagt, sie waren schon vor mir in der Marina angekommen, aber wir haben uns vor lauter Booten nicht gesehen Icon Biggrin in .

Anschließend habe ich mich an die Reparatur unseres Autopiloten gemacht. Ich hatte auf der letzten Strecke schon herausgefunden, das der Motor der Hydraulikpumpe, die den Hydraulikzylinder bewegt, sehr heiß wird. Also wollte ich den mal eben ausbauen. Aus dem mal eben wurden dann 3 Stunden. Der Vorbesitzer hatte den Motor und die Hydraulikpumpe auf einem Brett festgeschraubt und zwar mit durchgehenden Schrauben Icon Evil in . D.h. ich hatte oben nur den Schraubenkopf und unter dem Brett waren die Muttern, die ich lösen musste. Das blöde war nur, daß ich da kaum dran kam. Nach 3 Stunden war es dann aber geschafft und ich habe den Motor demontiert. Als ich den Rotor entfernt hatte kamen mir 2 von insgesamt 4 Permanentmagneten entgegen, bzw. hingen an dem Rotor. Normalerweise sind die am Motorgehäuse festgeklebt. Dadurch, das sie nicht mehr fest waren, haben sie am Rotor geschliffen und Reibung verursacht Wärme. Das war der Grund warum der Motor so heiß wurde und natürlich auch nicht mehr die Kraft hatte das Ruder schnell genug zu bewegen. Mit dem Taxi habe ich dann den auseinander gebauten Motor in die Stadt zu einer Werkstatt gebraucht, die Elektromotoren und Lichtmaschinen überholen. Morgen um 10 Uhr soll der Motor wieder fertig sein. Ich bin gespannt.

Abends bin ich mit John und Pick in die Stadt zum Essen gefahren.

Marina in Miri

By Ron, 22. Juli 2010 22:32

Die Marina hier in Miri war voll, bis auf den letzten Platz belegt. Nach mir sind noch zwei weitere Boote reingekommen und dann war die Marina voll besetzt. Der Grund? Am 25. 07.2010 startet hier die Borneo International Yachting Challange 2010 (BIYC). Diese Regatta fahren fast alle Rally-Teilnehmer mit. Es gibt 4 Klassen. Eine Racing-Klasse, dann Cruiser A (Schnellere Cruisingboote), Cruiser B (langsamere Cruisingboote) und eine Katamaranklasse. Ich werde die Romone auch zur Regatta anmelden, dann ist nämlich der Liegeplatz in der Marina frei. Bevor ich aber teilnehmen kann, muß ich erst mal den Autopilot reparieren. Ich habe den Tag aber mit etwas Quatschen und noch etwas schlafen gut verbracht.

Abends war dann die erste “Verrückte Cocktailparty Miri” in der Marina. Jeder sollte seinen Lieblingscocktail mixen und ihn mitbringen. Ich bin dann etwas später hingegangen und alle waren schon gut angeheitert. Es war noch ein lustiger Abend und wir hatten viel Spaß.

Help in

Cocktailparty-in-Miri-Marina in

Bruce SY Envy erzählt Witze

Labrador als Wachhund, geht das?

Und ob das geht. Ich habe geschlafen wie ein Stein und dann fing es plötzlich an wie aus Eimer zu regnen. Ich habe alle Luken geschlossen und bin wieder eingeschlafen. Plötzlich fing Skipper an richtig böse zu bellen. So böse hatte ich ihn noch nie bellen gehört. Ich bin dann aufgestanden und die Treppe zum Cockpit hinaufgestiegen und sah Skipper in Richtung Heck bellen. Er stand im strömenden Regen. Ich wollte ihn gerade beruhigen, als ich am Heck ein Kanu, mit zwei Männern, sah. Sie hatten sich offensichtlich an der Romone festgehalten und wollten die Badeplattform hochsteigen um vielleicht meinen Außenborder oder den Tauchkompressor zu stehlen. Skipper hat das aber verhindert. Ich hätte bei dem strömenden Regen absolut nichts gehört. Gut gemacht Skipper. Sie verschwanden dann bei den nahegelegenen Fischerbooten.

Help in

Romone-im-Flu -von-Bintulu in

SY Romone im Fluß von Bintulu

Am nächsten Morgen bin ich dann an Land auf den Markt um ein paar Äpfel und etwas Gemüse für die weiterfahrt nach Miri zu kaufen. Danach habe ich das Dinghi wieder an Deck verstaut und habe Bintulu in Richtung Miri verlassen. Das Problem mit dem Autopilot verschlimmerte sich und ich mußte von Hand steuern. Allerdings habe ich auf diesem Trip gesehen, welche Vorteile eine Ketch (Segelboot mit zwei Masten) hat. Ich konnte das Boot mit Genua und Besansegel so trimmen, das ich nur alle halbe Stunde den Kurs etwas korrigieren musste.

Um 20 Uhr rief mich dann Georgio von der SY Tamata an und fragte, wo ich bin und wann ich vorraussichtlich ankomme. Ich sagte ihm, das ich vorraussichtlich um 0:30 Uhr ankomme und er meinte, ” Gut, dann ruf über Funk, 30 Minuten bevor du da bist und komme mit dem Dinghi raus und zeige dir den Weg in die Hafeneinfahrt”. Diese ist nämlich nicht beleuchtet und bei Nacht sehr schwer auszumachen.

Er und Viviana kamen dann wirklich mit dem Dinghi raus und Viviana zu mir aufs Boot, um mir beim anlegen zu helfen. Es hat dann alles sehr gut geklappt und ich war dann auch schnell im Bett.

Der Autopilot und Bintulu

By Ron, 20. Juli 2010 16:43

Von 24 Uhr bis zur Morgendämmerung ging die Nacht eigentlich relativ schnell um und ich war erstaunlicherweise nicht müde, obwohl ich nicht geschlafen hatte. Warscheinlich lag es daran, das der Autopilot alle 20 Minuten seinen Dienst verweigerte und ich 5 Minuten von Hand steuern mußte, bis er wieder 20 Minuten funktioniert hat.

Morgens um ca. 8 Uhr hörten wir dann über Funk, das andere Boote der Rally Bintulu verlassen haben und funkte den Catamaran “This Way up” an um zu fragen wie Tief die Einfahrt ist. Er antwortete mir und für mich hieß es sich zu beeilen, da ich nur bei Hochwasser in den Fluß einfahren konnte. Ich habe dann kurz mit David gefunkt und er entschied sich weiter zu segeln bis nach Miri, wo die nächste Station der Rally ist. Ich wollte aber auf jeden Fall eine Nacht shlafen, da ich schon über 36 Stunden nicht geschlafen hatte. Ich bin dann nach Bintulu in den Fluß reingefahren und zwar in letzter Minute. Eigentlich sollte nach der Kalkulation mit der Tide und der Tiefenangabe von “This Way Up” noch 2, 4 Meter Wassertiefe in der Flußmündung sein. Tatsächlich hatte ich aber nur 1,9 bis 2 Meter. Und die Romone hat 1,9 Meter Tiefgang. Ich habe mich ganz langsam vorgetastet bis ich drin war und bin dann in der Nähe der Wasserschutzpolizei vor Anker gegangen. Kurz nachdem ich vor Anker lag funkte mich “This Way Up” an, und riet mir alles was aussen am Schiff ist irgendwie abzuschließen. Ihm wurde nachts der Außenbordmotor gestohlen und er merkte es erst, als er schon 3 Stunden von Bintulu entfernt war. Ich hatte schon in Kuching für alles Schlösser und Ketten gekauft und so bereitete das Dinghi vor und bin dann mit Skipper zum spazieren an Land gefahren. An Land habe ich dann festgestellt, daß Skipper hunderte oder noch mehr Zecken hatte. Ich habe dann angefangen diese zu entfernen, aber es schien schier hoffnungslos. Zurück auf dem Boot habe ich dann 2 Stunden gesucht und entfernt und bin anschließend hundemüde in die Koje gefallen.

Panorama theme by Themocracy